News
 

Geschichte

DSC_0156a

Unsere Philosophie

Dank meinem Mann Franco Schellino entschied ich 1989, meine Arbeit als Werbegrafikerin aufzugeben und nach Hause zurückzukehren, um mit ihm die alten, vom Großvater gepflanzten Weingärten wieder zu kultivieren. So lernte ich den Schnitt und das Anbinden, indem ich mit ihm und meinen Eltern über Jahre im Weinberg arbeitete.
Franco hat ein Gespür für Pflanzen und Tiere, das ich ohne Zweifel als selten bezeichnen kann, versteht er doch jedes ihrer Geheimnisse und verbessert so ihr Wohlbefinden.
Er spricht wenig, aber wenn man Geduld hat und ihn aufmerksam bei seiner Arbeit beobachtet, sieht man, dass er so seine ganze Liebe und seinen Respekt für das Land ausdrückt und ich hatte in diesen Jahren die Ehre mit ihm zu arbeiten.

So beschrieb der Philosoph Giovanni Botero 1607 die Bauern aus der Gegend von Mondovì

Knapp an Worten, von stolzem Gemüt, zupackend, Lehrer des Adels

 

In diesen Worten erkenne ich die Bauern meines Landes wieder und ganz besonders meinen Mann Franco.

DSC_0048a

Unsere Geschichte

Mein Urgroßvater Giuseppe baute Wein als Halbpächter an: Sein Traum war es, das Land selbst zu besitzen, aber er hatte ein zu kurzes Leben, um diesen Traum zu verwirklichen und so fiel diese Aufgabe meinem Großvater Angelo zu. Als Bauer und Veredler (aus Notwendigkeit in den Jahren nach dem Reblausbefall) fing er 1936 mit der Pflanzung des Weinbergs MAIOLI den Aufbau unseres Betriebs an, mit dem Vorhaben, diesen für eine große Familie sehr kleinen Besitz auszuweiten.

Auf ihn folgte mein Vater Giuseppe, dessen Verdienst es war, in den Jahren der großen Industrialisierung nicht wie die meisten seiner Altersgenossen in die Stadt zu ziehen, um in der Fabrik zu arbeiten, sondern den Weinbergen treu zu bleiben und sowohl die seines Vaters zu kultivieren als auch neue auf zugekauftem Gebiet anzulegen.
 Leider waren die Zeiten sehr schwierig für Qualitätswein, daher verzichteten meine Eltern darauf, Wein herzustellen und verkauften die Beeren an die nächstgelegene Genossenschaftswinzerei.

Die Wende für den Betrieb kam 1989, als mein Vater mir mitteilte, dass er einige Weinberge roden wollte. In jenen Jahren waren mein Mann und ich anderweitig beschäftigt, obwohl wir beide aus Weinbauerfamilien stammen. Nach kurzer Zeit beschlossen wir, zu unseren Wurzeln zurückzukehren und wieder Weinbauer zu werden, mit dem Ziel nur Qualitätswein zu erzeugen.

Mit Franco haben wir Weinstöcke gepflanzt, Weinkeller gebaut und Märkte erschlossen… Aber das wichtigste Resultat sind unsere beiden Söhne: Federico, geboren 1990, und Lorenzo, geboren 1994. Federico arbeitet heute mit uns. Er kümmert sich überwiegend um den Verkauf und hegt eine große Liebe zu seinem Land. Lorenzos Leidenschaft gilt der Gastronomie der Langhe. Er vervollständigt gerade seine Ausbildung in den Küchen der Welt…